Nahaufnahme Lochsitenkalk mit Knetstruktur - Die Bildbreite entspricht der realen Grösse der Gesteinsprobe.
Von Forschern und Wissenschaftlern
Das knapp 330 km² grosse UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona hat eine ausserordentliche pädagogische und wissenschaftliche Bedeutung.
Die über 200-jährige Forschungsgeschichte ist äusserst spannend und geprägt von vielfältigen Meinungen und kontroversen Interpretationen. Diese Diskussionen führten zu wesentlichen allgemeinen Erkenntnissen über die Entstehung von Gebirgen auf der Erde. Die anhaltende Bedeutung des Gebietes für die geologische Forschung ist bezeichnend. Noch heute pilgern jährlich viele Geologinnen und Geologen zur Tektonikarena Sardona, um die Phänomene vor Ort zu studieren.
Das obere Profil zeigt die Interpretation des Geologen Albert Heim von den geologischen Verhältnissen um 1891 mit zwei liegenden Falten (Doppelfalte). Diese Interpretation stellte sich als falsch heraus. Im unteren Profil ist die aktuelle, viel einfachere und logischere Erklärung dargestellt: Eine einzige Überschiebung. (Beide Profile vereinfacht gezeichnet nach Heim 1891 und 1921)
Aquarell des bekannten Hans Conrad Escher von der Linth: Die Tschingelhörner und das Martinsloch; 22. Juli 1812